LEAH ist endlich mal wieder zu Ehren gekommen! Und zwar in einer sehr schönen Lesung („würdevoll“ – wie einer der Besucher sagte) in der „Galerie Postel“ an der Rutschbahn im Grindelviertel. Der Ort war in mehrfacher Hinsicht passend: Zum einen spielt die Handlung des Romans am Ende genau hier; zum anderen findet in der Galerie gerade eine Ausstellung mit Fotos von Amos Schliack (auf dem kleinen Foto links, mit Landesrabbiner Shlomo Bistritzky) über die Stolpersteine statt.


Für diejenigen, die nicht wissen, was das für Steine sind: Vor den Häusern, in denen früher jüdische Familien lebten, die in den 40er Jahren deportiert und ermordet wurden, sind Messing-Steine in den Bürgersteig gelassen, auf denen die Namen und Lebensdaten dieser NS-Opfer zu lesen sind.

Stolpersteine in Hamburg

Amos Schliack ist darüber hinaus der Initiator der Aktion „Grindel leuchtet“, bei der an jedem 9. November von den Anwohnern Kerzen zu den Steinen gestellt werden.
Die Lesung war natürlich das Gegenteil der letzten „Villa Ludmilla“-Lesung, die nur eine Straße weiter stattgefunden hatte, also nicht lustig, sondern dem Thema entsprechend bedrückend. Aber die Geschichte ist es wirklich wert, hin und wieder vorgetragen zu werden.

Leah - Eine Liebe in Hamburg   Lesung Karsten Flohr in Hamburg